Molino Madrigale

der weg ins paradies auf erden Kopie

 

Molino Madrigale befindet sich in der nördlichen Toskana am Ende eines unberührten Tales. Die Lage ist idyllisch: am Zusammenfluss von zwei Bächen, die ein natürliches, reines Wasser führen und zur Bewegung der Wasserräder dienten. Ein dichter subtropischer Wald, der an die Mühle grenzt, übermittelt eine märchenhafte, verträumte Atmosphäre. Die anschließenden Terrassen der Olivenhaine, Wiesen und Felder lassen das Werk von vielen Menschen, die hier über Jahrhunderte gelebt und gearbeitet haben, erahnen.

Aufsicht

Molino Madrigale ist einer der ältesten Mühlen in der Gegend, der älteste Teil des Hauptgebäudes ist über 350 Jahre, wahrscheinlich aus dem Mittelalter. Hier wurden Oliven gepresst und Getreide und Kastanien zu Mehl gemahlen. Dank der zwei Bäche, die die Wasserräder antrieben, konnte hier das ganze Jahr gemahlen werden. Aus den vielen Feldern und Olivenhainen der Gegend, deren Terrassen bis zu den Hügelspitzen

reichen und den einmaligen Landschaftscharakter der nördlichen Toskana bestimmen, brachten die Bauern Oliven, Korn und Kastanien zur Mühle. Der Müller wohnte hier mit seiner Familie; sie waren Selbstversorger und bauten Gemüse, Wein, Oliven, Getreide an und hatten Hühner, Kaninchen, Schweine, Kühe, Esel.
Nach dem 2. Weltkrieg wurde die Mühle verlassen, weil die Kosten für eine Stromleitung zu hoch waren.

Der berühmter Arzt und Schriftsteller Mario Tobino hat sie so kennen gelernt und in seinem Buch „La bella degli specchi“ von 1976 beschreibt er sie so: „Mitten im Wald trifft man die verlassene Molino Madrigali: ein Frachter auf dem Grund des Waldes gesunken. Äste und Pflanzen sind tief ins Innere gedrungen bis zu den hintersten Räumen. Die Mahlsteine sehen aus wie zwei riesengroße kauernde Kröten, bedeckt mit Moos, mit weichem Schimmel.”

Er erzählt auch von dem klaren, frischen Wasser in den Bächen: „beim Laufen zwischen Steinen, Felsen und Stufen klingt es tatsächlich wie entfernte Stimmen, die die Geschichten des Waldes erzählen“. Es sind die Nymphen, die Naturgeister, die auch musikalische Effekte schaffen, eben ein „Madrigal Gesang“.

Es ist nicht unwahrscheinlich, dass daher der Name Madrigale stammt.